| Kelten |
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| Römer |
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| 1232 |
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| 1352 | Die Born verkaufen Oberbronn and Otto von Ochsenstein (Friz Eyer: Das Territorium der Herren von Lichtenberg, 1202-1480, Straßburg 1938 S. 156) |
| 1382 | Ochsenstein verkauft Oberbronn an die Lichtenberg (Eyer S. 70) |
| 1456 | 1456 kommen weitere Besitzungen von Lüzelstein an Lichtenberg. (Eyer S. 75). Die Herrschaft (Seigneurie) Oberbronn umfasst nicht nur den Ort und später das Schloss, sondern ein duzend Ortschaften, darunter Breitenwasen, Zinswiller, Gumbrechtshoffen, Niederbronn und Mertzwiller so wie die Ländereien und Wälder der Umgebung. |
| 1480 | Mit Jakob von Lichtenberg stirbt das Geschlecht der Lichtenberg aus. Oberbronn geht über an dessen Nichte Elisabeth und an deren Ehemann Simon V Wecker (1532 - 1540) von Zweibrücken-Bitsch |
| 1505 |
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| 1551 | Nach dem Aussterben derer von Zweibrücken-Bitsch geht Oberbronn an die Erbtochter Amalie und ihren Ehemann Philipp von Leiningen-Westerburg (1527-1597). Auch dessen Schwager, Philipp V. Hanau-Lichtenberg ist Erbe. Seit dieser Zeit entspannt sich ein Streit um Niederbronn, der erst im 1709 zu Gunsten von Leiningen entschieden wird. |
| 1554-1570 |
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| 1556 |
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| 1633-1681 | Das Elsass wird nach und nach Französisch, wobei sich die deutsche Sprache und die elsässischen Dialekte vielfach halten. An der Universität in Straßburg wird weiter auf deutsch Gelehrt. |
| 1665 | Die Linie Leiningen-Westerburg-Oberbronn stirbt mit Johann Ludwig (1625-1665) aus. Erbin ist die Tochter Sophie Sibylle von Leiningen-Westerburg-Oberbronn (1656-1724) und ihre Schwester Esther Juliana. Letztere vererbt einen Teil des Schlosses ihrem Ehemann dem schwedischen Freiherrn Ludwig von Sinclair. |
| 1669 | Adolf Johann I, Pfalzgraf und Herzog v.d. Pfalz-Kleeburg (1629-1689), überfällt das Schloss Oberbronn. Eine Nacherzählung der Ereignisse des Volksschriftstellers Karl Hackenschmidt (1839-1915) aus dem Jahr 1878 findet sich hier. |
| 1690 | Sophie Sibylle von Leiningen-Westerburg-Oberbronn heiratet Friedrich II Landgrafen von Hessen-Homburg (1633-1708) Kleists "Prinz von Homburg". Es ist seine dritte Ehe. Oberbronn gehört nun zu Hessen-Homburg. |
| 1727 | Sofie Friederike von Hessen-Homburg (1714-1777), die Erbin der Linie Hessen-Homburg heiratet Karl Philipp Franz Fürst zu Hohenlohe-Bartenstein (1702-1763). Aus ihrem Erbe kommen etwa 2/3 des Oberbronner Besitzes an Hohenlohe-Bartenstein. Ein weiteres Drittel ist weiter im besitz von Sinclair. |
| 1731 |
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| 1732 | Sinclair, mittlerweile Witwer heiratet Sophie Augusta von Lewenhaupt. Die Lewenhaupt sind ebenfalls ein Schwedisches Adelsgeschlecht. |
| 1751 | Die Tochter von Sinclair und Augusta Lewenhaupt, Luise Johanna von Sinclair heiratet 1751 Adam von Lewenhaupt. |
| 1764 |
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| 1765 | Die Hohenloher Herren sind selten vor Ort. Bartenstein, der Regierungssitz ist etwa 200 Kilometer oder 4 Tagesreisen entfernt. Der Verwalter Gerhardi haust übel im Schloss. Er muss schließlich fliehen nicht ohne einiges mitgehen zu lassen. |
| 1770 | 1770 Schreibt ein Beamter anlässlich eines anstehenden Besuches der Herrschaft: "Nachdem aber erst gantz kürzlich in dem langen Speißzimmer fast die helfte der oberen Deck herabgefallen und mit dieser reparation erst morgen angefangen wird, und die Zimmer überhaupt von dem zurückgelassenen gerhardischen unflath gesäubert werden müßen so dürfte damit vielleicht diese gantze Woche noch zugebracht werden. [...] An Küchengeschirrist gar nichts mehr vorräthig anzutreffen, weilen Mr Fischer die vorhandenen Casserollen Kupfer und dergl. mit fortgenommen, desgleichen and Handtücher nichts, etwa zur noth 2 schlechte messinige leuchter und 1 lavoir. Von Hünern und dergl. kann nicht melden, ob und viel viel dies Jahr für diesseitig antheil eingehen können, und bon nicht der Sequester vom verflossenen Jahr (seinen Antheil) diese Jahr beziehen wird, dan so viel mir bekannt, dieser vorm Jahr hierin zukurtz gekommen weilen Gerhardi übrige Räthe und Rentmeister solche confirmiert haben. Auf Jagt wiprett ist gar kein Staat zu machen, dan alles Haar und Klein ausgeleert ist, man darf glückl. Seyn, wann man in 8 gantzer Tag auf der Jagd einen Ahßen, will gar nicht sagen vom Deldhauer dann die Mertzweiler und Weinburger Jagt verpacht sind, antrifft, ich hab zu einer von Smâ bsetimmten Verehrung schon Zeit anfangs february ein Reh Bock bestellt, habe aber nach dato keinen erhalten. Es ist zu erbarmen in was für ein Zustand Gerhardi hier alles hinterlassen; wo man sich nur hinwendet ist nichts mehr vorhanden." |
| 1785 | Die zwei jüngsten Brüder aus der Ehe von Sofie Friederike von Hessen-Homburg Karl Philipp zu Hohenlohe-Bartenstein Josef- (1740-1817) und Christian zu Hohenlohe-Bartenstein (1742-1819) hatten hohe Ämter im Straßburger Domkapitel inne. Josef ist Herr von Oberbronn, da sein ältester Bruder Ludwig Leopold (1731-1799) verzichtet hat. Die Herrschaft besucht das Schloss nun wieder häufiger. Nach Haug wollten sie auch die Heilquellen in Bad Niederbronn nutzen. Ein repräsentativer Neubau entsteht an der Stelle des Leiningischen Renaissance Baues. Diese Schloss sollte allerdings nicht lange Bestehen. Aus dieser Bauphase bleibt lediglich die Mauer die heute noch das Kloster umschließt. |
| 1788 | Karl Ernst (1766-1838) zu Hohenlohe-Bartenstein, der Sohn des Ludwig Leopold ist der letzte Besitzer aus dem Hause Hohenlohe-Bartenstein. Er erhält die Herrschaft Oberbronn von seinem Onkel Josef. |
| 1789 |
Französische Revolution. Die Nationalversammlung hebt alle Feudalrechte aus den
Hohenloher und Lewenhauptschen Besitzungen auf.
Im Juli kommt es in Oberbronn zu Ausschreitungen.
Bewaffnete Bauern aus den umliegenden Dörfern, dem Bericht
des Rentenmeisters Röger zufolge "wenigstens 1500", rotten sich zusammen, besetzen das Schloss
und Erpressen Geld von den Beamten. Truppen aus Straßburg stellen die Ordnung wieder her. Gräfin Carolina Christina Augusta von Lewenhaupt bleibt in Oberbronn und kann als "Citoyenne Lewenhaupt" ihren Teil des Schlossen halten. Sie verliert nur ihre Feudalrechte. Auch de Dietrichs können ihren Besitz zunächst wahren. Der erste republikanische Bürgermeister von Straßburg Philippe-Frédéric de Dietrich Sohn Johann von Dietrich, gibt die Marseillaise in Auftrag. Das rettet ihn allerdings nicht vor der Guillotine. |
| 1793 | Das neue, noch nicht mal ganz fertige Hohenloher Schloss wird ab dem 25. November 1793 geplündert und alles bewegliche so wie Fenster und Türen werden herausgenommen. Kurz zuvor war der letzte Hohenloher Besizter Karl Ernst noch einmal in seinem Schloss gewesen. Er war in der Nähe mit 2 Hohenloher Regimentern, die die monarchistische Koalition unterstützen sollten stationiert. Es kommt in der Umgebung zu Scharmützeln von Österreichischen und Hessischen- mit den vorrückenden Französischen Revolutionstruppen. Viele Elsässer (bis zu 2/3) müssen über den Rhein oder in die Pfalz fliehen. Die Revolutionäre drohen alle die nicht für die Revolution eingetreten waren zu Guillotinieren. Nahe Verwandte der Emigranten werden verhaftet. Die Sprachprobleme mit der Revolutionsarmee erschweren die Lage. Aus Sicht der Franzosen sprechen die Elsässer die Sprache des deutsch/österreichischen Feindes. |
| 1800 | Das ruinöse Hohenloher Schloss wird an den Weinhändler Georg Friedrich Teutsch versteigert. Dieser beginnt trotz Verbotes umgehend mit dem Abbruch. Er verkauft das Baumaterial. Der Anteil der Lewenhaupt verbleibt in deren Besitz. |
| 1802 | Teutsch verkauft den Grund und die Reste des Schlosses an einen ehemaligen Hohenloher Verwalter, Antoine Mathieu de Favier weiter. |
| 1824 | Carl Wilhelm August Freiherr von Stralenheim (1777-1847) Kauft den Besitz. Er ist der Ehemann der Charlotte Luise von Lewenhaupt, der Enkelin der "Citoyenne Lewenhaupt" die ihren Besitz über die Revolution retten konnte. |
| 1830 |
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| 1846 |
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| 1859 | Die Erben Stralenheim verkaufen das Schloss an den endgültigen Besitzer, die Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser auch Niederbronner Schwestern genannt. |
| 1924-1925 |
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Philipp von Leiningen-Westerburg 1527-1597 durch Heirat mit Amalie von Zweibrücken-Bitsch
Ludwig von Leiningen-Westerburg 1557-1622 ∞ Bernhardine zur Lippe (1563-1628)
Ludwig Emich Leiningen-Westerburg-Oberbronn ?-1635 ∞ Ester von Eberstein-Eberstein (1603-1682)
Johann Ludwig Leiningen-Westerburg-Oberbronn 1625-1665 Mit
ihm endet die Linie -Westerburg-Oberbronn und es teilt sich zugleich die Herrschaft unter den 2 Erbtöchtern aus der Ehe mit
Sibila Cristina de Wied (1631-1707):
Sophie Sibylle von Leiningen-Westerburg-Oberbronn 1656-1724
∞ in zweiter Ehe 1690 mit
Friedrich II Landgrafe von Hessen-Homburg (1633-1708)
Esther Juliana von Leiningen-Westerburg-Oberbronn verheiratet mit dem Schwedischen Adligen Freiherr Ludwig Sinclair.
Sie vererbt einen Teil ihres Besitzes ihrer Großichte Sofie Friederike von Hessen-Homburg und ihrem Mann. Der Witwer Sinclair heiratet in 2. Ehe Sofie Augusta von Lewenhaupt.
Deren Tochter Luise Johanna Sinclair heiratet Graf Johann Adam von Lewenhaupt. Etwa ein drittel des Besitztes verbleibt bei der Linie von Lewenhaupt
Ludwig Georg von Hessen-Homburg (1693-1728) ∞ Christiane Magdalena von Limpurg-Sontheim (1683-1746)
Sofie Friederike von Hessen-Homburg (1714-1777) ∞ Karl Philipp (Fuerst) von Hohenlohe-Waldenburg-Bartenstein (1702-1763).
Ludwig Leopold von Hohenlohe-Waldenburg-Bartenstein (1731-1799)
Dieser verzichtet aber auf den (hoch verschuldeten) Besitz zu Gunsten seines Bruders
Josef Christian Franz (1740-1817) der in Straßburg dem Domkapitel angehört.
Karl Ernst von Hohenlohe-Waldenburg-Bartenstein (1766-1838) Sohn von Ludwig Leopold erbt von seinem Onkel Josef.
Er ist letzter Besitzer aus dem Hause Hohenlohe von Oberbronn.
Für die Enteignung während der Französischen Revolution wurden sie später entschädigt, konnten den Besitz aber nicht zurück erlangen.
Bei der Erstellung dieser Seite, war vor allem die Literatur von Eduard Haug sehr hilfreich.
Wo keine anderen Angaben gemacht sind, beziehen sich die Ausführungen auf seinen
Artikel:
Haug, Eduard:"Aspekte der französischen Revolution" Württembergisch Franken Jahrbuch 1990 Band 74, Historischer Verein für Württembergisch Franken, Schwäbisch Hall
Weitere Literatur:
Haug, Eduard:
Die Oberbronner Hirtenbücher: Hirtenwesen und Weidewirtschaft im 17. und 18. Jahrhundert / Eduard Haug . - Frankfurt am Main : Erwin-von-Steinbach-Stiftung, 1978
Markus Wirth: Hohenloher Herrschaft im Elsass: Handlungsspielräume eines mindermächtigen Reichsstandes in geographisch entlegenen Besitzungen am Beispiel der Seigneurie Oberbronn, 1727 - 1789/93
Lit Verlag, Berlin 2009